Vier Gründe warum Narzissten ihre Partner abwerten

Nach der einführenden glücksberauschenden und liebeshimmelnden Anfangsphase nimmt die Beziehung mit einem Narzissten eine ernüchternde Wende. Ein Gefühl der Bestürzung, gemischt mit dem Nicht-Wahr-Haben-Wollen breitet sich langsam in dem nicht narzisstischen Partner aus. Zentrale Fragen „Wieso?“, „Warum?“ und „Habe ich etwas falsch gemacht?“ treten immer öfters in den Vordergrund der Gedanken des Manipulationsopfers ein.

Es ist nicht leicht zu verstehen, geschweige zu akzeptieren, dass jemand, der vor kurzem auf seine Liebe zu Ihnen schwor, plötzlich nur noch Verachtung für Sie übrig hat. Wo sind all die Emotionen geblieben? Und wie konnten sie über Nacht verschwinden? Oder waren sie niemals da? Hat er Sie die ganze Zeit belogen und Ihnen alles nur vorgespielt?

Ein Narzisst dreht den Spieß um und zeigt sein wahres Gesicht, wenn er Sie verführt hat und sich Ihrer Liebe sicher ist. Dann, in zum Beispiel folgenden Situationen, entfesselt er ungehemmt seine Wut und beginnt Sie direkt abzuwerten (durch verbale Beleidigungen, menschenverachtenden Sarkasmus, emotionale Kälte, Distanzierung, etc.):

  1. Wenn Sie ihm widersprechen und wenn Sie Ihre eigene Mahnung über etwas haben, die sich von seiner Meinung unterscheidet. Das erlebt er als persönliche Kritik. Wenn Sie meinen, dass Ihr Standpunkt gegenüber einem Thema richtig ist, bedeutet das für ihn auch umgekehrt: Sie halten seine Meinung für falsch. Und das dürfen Sie nicht.
  2. Wenn er durchschaut wurde

Sie haben ihn in einer seiner Lüge ertappt. Das erlebt er als Niederlage und als ein Zeugnis davon, dass er nicht intelligent genug war, um Sie erfolgreich über den Tisch zu ziehen. Außerdem, bedeutet das weiter, dass er ein Lügner ist, und Sie wissen das. Das darf auch nicht passieren. Er ist eine Verkörperung der Perfektion in jeder Hinsicht, sollten Sie denken! Er ist nicht nur ein kleiner, schmutziger Lügner und Ganove, was man von ihm halten könnte, wenn man ihn beim Lügen erwischt. Um von sich abzulenken, wird er die „Schuld“ seiner Partnerin in die Schuhe schieben und sie für sein Benehmen verantwortlich machen. Am Ende wird er noch selbst den Beleidigten spielen!  Ab diesem Zeitpunkt beginnt er auch seine Partnerin offen abzuwerten.

  1. Wenn die Verliebtheitsphase vorbei ist und der Narzisst weniger Aufmerksamkeit von seiner Partnerin bekommt. Die Partnerin geht jetzt mehr den eigenen Interessen nach als in der Anfangs-Honey-Moon Phase und er fühlt sich vernachlässigt. Um emotionale Reaktionen bei ihr hervorzurufen, wird er sie provozieren, schikanieren, und auf übelste Weise abwerten. Er ist tatsächlich beleidigt. Wie konnte sie sich nur wagen, ihm weniger zu geben als ihm zusteht!?

Also, die „Treibstoffversorgung“ (Energiegabe) hat in seiner Qualität und Quantität nachgelassen und das ist für ihn ein wichtiger Grund  in den Negativmodus umzuschalten.

  1. Um seine Macht über Sie zu testen

Durch eine Dynamik, die sich in der Spanne zwischen Aufwertung und Abwertung bewegt, erschafft er emotional hochgeladene Zustände in der Beziehung, die entweder einem Drama ähneln oder dem so genannten siebten Himmel der verliebten Paare. Das ermöglicht es ihm, eine große Menge von emotionaler Energie von seiner Partnerin aufzusaugen. Dabei fühlt er sich wohl und mächtig, nahezu großartig, egal ob er negative oder positive Emotionen bei ihr verursacht hat. Ihn freut allein die Tatsache, dass er der Verursacher dieser Emotionen ist. Er kann sie glücklich machen wann immer er das will, er kann sie aber auch psychisch zerschmettern, ebenso wann immer ihm danach ist.

Je stärkere Emotionen ein Narzisst bei seiner Partnerin hervorruft, desto mächtiger fühlt er sich.

Über die anderen Gründe werden Sie bald in meinem neuen Buch lesen können… 🙂 Eure Ana

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8 Comments

  1. Evelime

    30.10.2017 auf 21:27

    Guten Tag,

    Ich Lese immer nur wie ein Narzist mit seiner Partnerin umgeht und wie es der Partnerin dabei geht.
    Wie steht es den um die Kinder die mit einem Narzistischen Vater oder Mutter aufwachsen?

    Mit freundlichen Grüssen
    E.Affoltet

    • Anne-Marie

      23.05.2018 auf 11:14

      Die Kinder müssen mit den selben absurden Mustern leben, allerdings ist das immer sehr individuell zu betrachten und hat auch viel mit dem Alter der Kinder zu tun-je selbstständiger die Kinder desto höher das Potenzial mit den narzisstischen Verhaltensweisen konfrontiert zu werden, denn der Narzisst kann sich in immer mehr Situationen in seiner Grandiosität angegriffen fühlen. Meine persönliche derzeitige Einschätzung.

  2. Jürgen Braun

    31.10.2017 auf 10:38

    Sind Narzisten nur Männer? Gibt es den nicht auch weibliche Narzistinnen? Ich finde die Beschreibung als sexistisch und männerfeindlich und zu pauschal. Ausserdem: Narzismus bedeutete doch nur Selbstliebe. Wird nicht auch Selbstliebe immer wieder in der spirituellen Bewegung gepredigt? Es gibt doch auch Lügner die sich selber hassen. Wir sollte uns unserer Göttlichkeit bewusst werden. Und deswegen sage ich: Narzismus für alle!

    • Rejay

      13.12.2017 auf 06:57

      Ich lebe mit einem Narzisten. Da hilft kein esoterisches schön Denken, das geht an die Substanz und verlangt mir alles ab. Jedes Wort eine Lüge, jedes! In der selbstliebe geht es um Wahrheit. Erst wenn du dich mit deinen angeblichen Fehlern anfreunden kannst, liebst du dich wirklich. Ein Narzist findet sich fehlerfrei, da sind immer andere schuld, an allem. Keinerlei selbstreflektion.
      Das Leben mit so jemandem ist nicht das Leben mit einem erwachten Menschen der sich liebt zu vergleichen.

    • S.K.

      5.01.2018 auf 22:58

      Dieser Kommentar kann nur von einem Narzisten kommen!

  3. Sanne

    3.11.2017 auf 14:50

    Ja…SO ist es. 🙁

  4. Daniel

    1.03.2018 auf 07:08

    Ich finde die Aussage von Jürgen Braun gar nicht so abwegig.Man hört und liest immer nur von männlichen Narzisten.Ich kann aber aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass es auch weibliche Narzisten gibt.UND-es ist die Hölle auf Erden! Ich wünsche niemand, egal ob Mann oder Frau, einen Narzisten als Partner, denn es geht dermaßen an die Substanz, dass die Gesundheit extrem darunter leidet.

  5. NoVictim

    26.04.2018 auf 11:01

    „Opfer“ sein oder Opfer „werden“ … zwei völlig verschiedene Ansichten wie ich meine. Wenn du es nicht an der eigenen Seele erlitten hast, hast du nicht die Erfahrung und auch nicht das emotionale Wissen über diese Spezies auch nur ansatzweise authentisch urteilen zu können. Es steht in absolut KEINER Relation dieser emotionsgestörten Leute sich dieses „Recht“ (was gar keins ist) heraus zu nehmen, gegenüber anderen Mit-Menschen so zu handeln. Es gibt auch keine Differenzierungen bezüglich dieser Spezies die irgendwie relevant wären. Diese Leute haben keinen einzigen Gedankenfunken an emotionalen Respekt verdient. Wenn ihr einen oder eine erkannt habt, werdet erst gar kein Opfer … wehrt euch und haut ab!

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