Vier geistige Aspekte der wahren Liebe

Wir alle sehnen uns nach einer echten, wahren Liebe. Wir verlieben uns, leben vielleicht zusammen und dann fängt es an mit den Enttäuschungen. Meistens gehen wir dann mit einem verletzten Ego auseinander und nach gewisser Zeit suchen wir nach einer neuen, wahren Liebe.

Wie der Zen Lehrer Nhat Hanh sagt:

„Wenn wir lieben, und wissen nicht wie wir richtig lieben sollen, verletzen wir den Partner“.

Um das zu vermeiden bietet uns Zen vier geistige Aspekte der Liebe, an welche wir immer denken sollen, um eine wirklich erfüllende Liebe erfahren zu können. Diese geistigen Aspekte der Liebe sind:

  1. Freundschaft

Jeder den wir lieben muss vor allem unser Freund sein. Dazu zählen auch unsere Liebhaber. Wenn in einem Verhältnis nur Leidenschaft, körperliche Anziehung und der Wunsch nach der Eroberung herrschen, gibt es da keine Freundschaft. Außerdem kann man nicht jemandes Freund sein, wenn man zuerst sich selbst kein Freund ist. Also, der Weg zur wahren Liebe führt über die Liebe zu sich selbst. Erst wenn man weiß wer man ist und wohin man will, kann man sich dem anderen auf seinem Weg anschließen.

  1. Mitgefühl

Dieses Mitgefühl bedeutet der Wille, die eigene Schwere und das Leid mit dem anderen zu teilen und die Bereitschaft, sein Leid auch mitzutragen. Wenn wir sein/ihr Leid als Belastung ansehen, die wir nicht mittragen wollen, da gibt es keine Liebe. Das schönste Geschenk, das wir dem anderen geben können, ist sein/ihr Leid und ihn/sie selbst zu verstehen. Ohne Verständnis und Mitgefühl gibt es keine Liebe.

  1. Mitfreude

In der wahren Liebe sollen wir nicht nur Mitgefühl bezogen auf das Leid des anderen haben, sondern sollen uns auch freuen können, wenn er/sie sich über etwas freut. Mitfreude ist die Fähigkeit sich wirklich zu freuen, wenn dem anderen etwas Schönes geschieht. Die Veränderungen von Leid zum Glück können in Sekunden auftreten. Diese Veränderung macht das Leben aus und geschieht jedem von uns. Und wenn man wirklich liebt, dann versteht man das Leid des anderen und freut sich mit über sein Glück.

  1. Balance

Zu allem im Leben, auch zu der Liebe, sollen wir einen ruhigen und ausbalancierten Zugang haben. Obwohl es so aussieht, dass jede Liebe, Elternliebe, Freundes und romantische Liebe, voll von aufwärtsstrebenden und abfallenden Gefühlen geprägt ist, eine wahre Liebe ist immer ruhig und ausbalanciert. Gibt es in der Liebe diese Balance nicht, wird sie besitzergreifend und anstrengend. Wenn das geschieht, wird dem Partner seine Freiheit genommen und er/sie hört einfach auf das zu sein, warum wir uns in ihn/sie verliebt haben. Das ist keine Liebe, sondern die pure Vernichtung der Persönlichkeit des anderen.

Ausbalanciert zu sein bedeutet, die Fähigkeit zu haben, zu erkennen, dass wir alle gleich sind, gleiche Rechte auf Freiheit haben, und das wir kein Recht haben, dem anderen diese Freiheit einzuschränken. Wenn wir das erkennen und durchziehen, fängt das Objekt unserer Liebe an zu blühen, statt zu welken.

 

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1 Kommentar

  1. Myriam

    28.05.2017 auf 11:58

    Oh ja! Allen vier Punkten kann ich von Herzen zustimmen. Es tut gut so klare und hilfreiche Worte zum Thema Liebe zu hören. Habe den Eindruck dass besonders in diesem Bereich viel Leid und Verwirrung vorhanden sind.

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