Narzisstische Persönlichkeitsstörung: So erkennen Sie eine toxische Person

Dieser Artikel kann für Frauen, die sich in einer Beziehung mit einem narzisstischen Mann befinden, besonders von Nutzen sein. Er kann Ihnen dazu verhelfen, eventuell Ihren eigenen Partner als solchen zu erkennen, wodurch Ihnen auch viele Geschehnisse im Verlauf Ihrer Beziehung, die Sie belasten und verwirren, in einem neuen aufklärenden Licht erscheinen werden.

Hauptmerkmale der Personen, die an einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leiden (im weiteren Text nenne ich sie – toxische Personen –), sind:
Süchtig nach Bewunderung und nach ständigem Lob, möchten immer im Mittelpunkt stehen, Arroganz, stark verringertes Empathie Vermögen, werten sich selbst auf durch das Abwerten von anderen und sind allgemein gesagt ausbeuterisch gegenüber anderen orientiert.

Sie lügen, verdrehen die Wahrheit, weisen immer jede Schuld von sich ab und projizieren sie auf den Partner, manipulieren den Partner mit einer unheimlich breiten Palette von psychologischen Methoden und Tricks, sind untreu und haben oft zahlreiche Affären und Liebschaften, unfähig eine stabile, harmonische Partnerschaft aufzubauen.

Für sie sind Menschen (bzw. Frauen) nur Objekte, die einen bestimmten Nutzen haben oder nicht haben. So lange sie nützlich sind und alle ihre Bedürfnisse befriedigen, werden sie geduldet und wenn das nicht mehr der Fall ist, wenn die Opfer ausgelaugt sind (oder wenn sie auf ihre Bedürfnisse nicht mehr eingehen möchten), werden sie, wie eben alle nutzlosen Objekte, entsorgt.

 

Natürlich wird das Opfer, bevor eine narzisstische Person ihr wahres Gesicht zeigt, durch das sogenannte love bombing in einer wohltuende Illusion über den perfekten Partner und die perfekte Partnerschaft gehalten. Diese erste Phase des Einflusses eines Narzissten heißt – Honeymoon Phase. In der Phase werden die Opfer regelrecht emotional abhängig von ihrem Peiniger (der sich später als solcher entlarvt) gemacht.
Das Aufrechterhalten der Beziehung mit so einer Person kann mit der Zeit verheerende Folgen für die Opfer haben, sowohl psychischer als auch körperlicher Natur. Deshalb ist es wichtig, sie rechtzeitig zu erkennen und sich so schnell wie möglich aus einer solchen Beziehung zu lösen.

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Sie befinden sich im Kontakt / Beziehung mit einer toxischen Person, wenn die betreffende Person folgende Gefühle in Ihnen auslöst:
• Schuldgefühle, obwohl Sie nicht genau wissen, was Sie eigentlich „verbrochen“ haben
• Sie haben das Gefühl, sich ständig für irgendetwas rechtfertigen zu müssen
• Sie zweifeln öfter an sich selbst, an Ihrem gesunden Menschenverstand
• Ihr Selbstbewusstseins schwindet
• Ihr Selbstwertgefühl wird immer geringer
• Sie sind oft traurig, fühlen sich der Liebe nicht wert zu sein
• Sie fühlen sich alleine gelassen mit Ihren Gefühlen und Problemen überhaupt
• Ihr Fokus ist auf die toxische Person gerichtet, Ihre eigenen Bedürfnisse nehmen Sie fast nicht mehr war (so verzichten Sie auch auf ihre Befriedigung)
• Stattdessen bemühen Sie sich die toxische Person zufrieden zu stellen
• Sie überschreiten Ihre Grenzen und tun Dinge, die Sie normalerweise nie tun würden
• Sie geben immer nach
• Sie investieren Ihre ganze Energie in die Aufrechterhaltung der Beziehung mit der toxischen Person
• Sie versuchen ständig diese Beziehung in einen Normalzustand zu justieren
• Sie verlieren sich selbst dabei
• Von der toxischen Person hängt nun fast Ihr vollständiges Glücklich- oder Unglücklich-Sein ab

 

Verlassen Sie solche Personen rechtzeitig und umgeben Sie sich mit Menschen, die Ihnen gut tun! Mit den Menschen, die ehrlich zu Ihnen sind, auf deren Wort man sich verlassen kann, mit vertrauenswürdigen Menschen, mit solchen, die Sie in Ihrem Tun und Vorhaben unterstützen und Ihnen das Gefühl der Sicherheit, Liebe und Wertschätzung entgegen bringen.

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25 Comments

  1. Anonymous

    18.11.2016 auf 10:14

    Hallo zusammen,

    in den Berichten zum Thema „Narzissmus“ fällt wiederholt auf, daß stets Frauen als Opfer männlicher Narzissten dargetsellt werden. Es scheint nicht in das Weltbild der Autorin zu passen, daß es auch Narzissten weiblichen Geschlechts gibt! Ich weiß, wovon ich rede, denn ich bin als Mann auch schon in den zweifelhaften „Genuß“ einer Beziehung mit einer Narzisstin in extremer Ausprägung gekommen! Diese zeitgemäß überbordende Gender-konforme Akzeptanz der Frau als stetiges Opfer männlicher Gewalt/Launen/Weltanschauung nervt nur noch und bringt im eigentlichen Thema niemanden weiter!

    Ein wenig mehr Objektivität und Realitätssinn wäre wünschenswert! Davon abgesehen sind die geschilderten Verhaltensschemata von Narzissten sehr zutreffend.

    Freundliche Grüße,
    J.

    • Ana Blom

      29.11.2016 auf 09:22

      Lieber J.,
      natürlich gibt es auch Frauen, die unter einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leiden! Nur, ihre Zahl ist im Vergleich mit der Zahl der männlichen Narzissten sehr gering. Es ist statistisch belegt (und somit auch nachgewiesen), dass Männer 70-75% der Menschen mit NPS ausmachen. Der Rest sind Frauen. Mein Weltbild ist dabei völlig irrelevant! 🙂

      • anonym

        17.04.2017 auf 14:03

        „Verlassen Sie solche Personen rechtzeitig und umgeben Sie sich mit Menschen, die Ihnen gut tun!“ Dieses Ergebnis ist mir ein bisschen zu platt! Ich denke, Herausforderungen treffen einen immer da, genau wo sie hingehören und im Leben dran sind. Ich traf eine hochtoxische Person, verlor mich deshalb beinahe selbst komplett, machte Schulden, ruinierte meine Familie. Bin durch die Krise und hindurch! Habe mich selbst wieder gefunden, stabilisiert, meine Familie wieder hergestellt, besser und schöner als je zuvor. Mein Lebenspartner ist nach wie vor diese toxische Person, und er kommt auch nicht aus seinem Gefängnis heraus. Denn für diese Menschen ist alles genau so wie sie es sehen und nicht anders. Ich liebe ihn, lasse mir jedoch nicht mehr in mein Leben oder meinen Job oder meine Familie hineinreden. Habe begriffen, das das Leben nicht schwarz und weiß ist, sondern ying und yang. Vielleicht gehören Gegensätze zusammen um ein Ganzes zu bilden, vielleicht gehört Gegenteiliges zueinander um zu lernen.

        • Ljubica Radtke

          20.04.2017 auf 18:39

          Vielleicht. Man sollte aber schnell lernen! 🙂

      • Meike

        20.04.2017 auf 06:24

        Vielen Dank für den Artikel.
        Ich habe eine ergänzende Frage, wie verhalte ich mich wenn ich eine direkte Kollegin habe, die diese Eigenschaften hat? Gibt es dafür auch einen Rat?
        Liebe Grüße

        • Redaktion

          21.05.2017 auf 06:45

          Distanz halten so viel wie möglich. Nett und höfflich sein (dabei aber distanziert). Nicht auf ihr Provozieren reagieren. Nichts Persönliches erzählen.

          • Pani

            30.04.2018 auf 14:48

            Das blöde ist nur im beruflichen zb.. Da ist man dieser Person quasi ausgeliefert…

        • Ulrike Aigner

          5.05.2018 auf 20:09

          Das würde ich auch gerne wissen ????

    • Micha

      10.07.2017 auf 23:41

      Klar, dass man als Frau die andere Seite nicht kennt, aber genau das ist mir auch aufgefallen und das macht diesen sonst richtig tollen Artikel leider unnötig nervig.
      Die Ausrede dass es mehr Frauen als Opfer wie Männer gibt, gilt auch nicht, weil z.B. die 3 – 4 fach erhöhte Selbstmordrate bei Männern sicher nicht von der bevorzugten Behandlung durch die Frauen kommt. Die Tatsache, dass Männer in DE durchschnittlich 6 Jahre weniger Lebenszeit haben (in England 4, in Estland 10 und in Russland sogar 12 Jahre) und sicher nicht nur aus Spass so früh sterben, sagt ja auch schon mehr als genug aus.

      • Julia Terra

        27.03.2018 auf 17:36

        Männer bringen sich oft um wegen Schuldgefühlen. Und jeder soll bitte seinen weg gehen. Ich denke es liegt daran dass viele Männer von ihrer Mami verhätschelt wurden und vor ihrem eigenen leben weglaufen.

        Früh sterben sagt nichts aus,ausser das manche Männer die Biersaufmeister sind und halt ned auf sich selber schauen wenn Mama nimmer ist untergehen 😀

    • Kurt Diedrich

      8.10.2017 auf 19:58

      Dem kann ich als Mann nur zustimmen: Nach meiner Scheidung wurde ich mehrmals Opfer von Frauen mit narzistischer und auch paranoider Persönlichkeitsstörung. Es scheint, dass dieses Phänomen gerader unter frustrierten geschiedenen Frauen sehr verbreitet ist. Ich kann es nicht mehr hören, dass immer nur die „armen“ Frauen Opfer von Männern sind oder dass es „auch“ einige Fälle geben soll, in denen Männer betroffen sind. Es wäre hilfreich, wenn die Autorin in einer Neuauflage etwas mehr die realen Gegebenheiten (50:50) berücksichtigen würde.

      • Redaktion

        11.10.2017 auf 07:47

        Aktuellste wissenschaftlich durchgeführte Statistiken belegen, dass Männer viel häufiger an einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung erkranken als Frauen. Die Korrelation ist keinesfalls 50 : 50, sondern ungefähr 80 : 20. ~ Ana Blom

      • Julia Terra

        27.03.2018 auf 17:32

        Sowas wie eine paranoide Persönlichkeitsstörung gibt es nicht, honk.

  2. Dodo

    7.07.2017 auf 12:34

    Ich lebe mit so eine Person (Mann). Ich bin nach 21 Jahren ziemlich müde und kaputt aber ich muss raus bevor ich komplett am Ende bin und das ist schwieriger als erwartet. Dazu haben wir auch ein gemeinsames behindertes Kind der uns beide sehr liebt. Ich habe echt Angst vor ihm. Aber ich muss raus. Wie?

    • Anonymous

      31.08.2017 auf 20:55

      Gehe zu einer Beratungsstelle für Ehe und beziehungsfragen oder zur Psychologin.

  3. Stefan Warst

    25.08.2017 auf 22:13

    Warum wird nicht die Rolle des Co-Narzissten untersucht, bzw. thematisiert.

    Steckt nicht hinter jeden Narzissten/In ein Co-Narzisst/In?

    Co-Narzissten, oder so genannte Opfer toxischer Personen sind auch Narzissten.
    Nur spielen sie als „Opfer“ den schmerzhaften Part.

    Partner die in der Opferrolle stecken sollten sich mal fragen warum sie in der Rolle sind.
    Bei genauerer Betrachtung werden sie ihre eigene narzisstische Störung entdecken.

    • Irene

      18.09.2017 auf 17:26

      Co-Narzisst ist eine Rolle. Aber keine Diagnose oder Störung, aus der man schließen kann, dass der Co-Narzisst selbst narzisstisch ist. Der Co-Alkoholiker säuft ja auch nicht unbedingt selbst.

      Ob beim (Ex-)Partner des Narzissten (oder des Alkoholikers) ein psychisches Problem dahinter steckt oder nicht, kommt auf das Muster an bzw. darauf, ob es eins gibt. Braucht man den Narzissten, sucht man sich immer wieder welche, oder ist es halt mal passiert und man konnte sich ziemlich schnell wieder lösen? Falls man den Narzissten irgendwie braucht und sich anpasst, die Fehler immer bei sich sucht, ist man womöglich eher ein dependenter Typ als ein narzisstischer. Aber ein Narzisst kann auch schon einige Rätsel aufgeben, bevor man emotional tief drinsteckt.

      Außerdem begegnet man Narzissten nicht nur in der Liebe. Wenn z.B. der Kollege am Schreibtisch gegenüber narzisstisch ist, kann man ja schlecht sagen, dass man sich diesen Kollegen ausgesucht hat, weil man unbewusst einen Narzissten im Büro braucht. Es gibt auch Dinge im Leben, die passieren halt.

      Viele Narzissten nutzen das Stichwort „Co-Narzisst“ oder „Komplementärnarzisst“ zum Kontern, nach dem Motto: Biste selber! Schau dich doch selber an! Fehlt bloß noch das „Ätsch“… Aber es geht nicht ums Kontern, sondern ums Verstehen und Verändern.

    • Marina

      18.02.2018 auf 03:40

      Krass!!!

  4. Marion

    30.08.2017 auf 07:10

    Ich habe 10 Jahre in so einer Beziehung gelebt, die ersten paar Jahre waren toll – wenn ich auch ständig mit meinen Probleme alleine war – danach wurde es grauenhaft.
    Love Bombing: Ich kannte den Begriff nicht, aber genau das hat er gemacht. Und natürlich fühlte es sich anfangs super an, so angehimmelt zu werden. Doch schon bald war es irgendwie sonderbar und ich merkte, dass ich mich selbst verstellen musste, damit er nicht wütend wurde. Er hatte doch so viel für mich getan! So viel? Nun, er hat mir viele Geschenke gemacht, ja. Aber wenn etwas schief gegangen war und ich traurig war deswegen, dann wurde er noch zusätzlich wütend auf mich.
    Leider habe ich den Absprung erst sehr spät geschafft. Erst, als ich einen guten Freund fand, der mir gezeigt hat, dass ich ganz wunderbar bin und dass das, was in meiner Beziehung läuft, nicht normal ist und ich auch nicht ekelhaft sei. Am Ende hat mein werter Mann mir nämlich das erfolgreich eingeredet – dass ich zu ekelhaft und zu schlecht sei, als dass jemand anderes überhaupt noch Kontakt zu mir möchte.
    Ich hatte Jahre lang nicht den Mut, mich überhaupt mit anderen anzufreunden. Und diese erste Freundschaft nach/in dieser ansonsten absoluten Isolation hat mir dann die Augen geöffnet. Der Freund war, wie ich früher war! Selbstbewusst, kontaktfreudig, lebenslustig, spaßig, intelligent …
    Mein Mann dachte sofort, wir hätten eine Affaire, was nicht der Fall war. Ich habe einfach nur mich selbst wiedergefunden. Damit wurde es absolut unerträglich zu Hause. Mit allen Mitteln hat er versucht, mich zu manipulieren. Als ich übers Wochenende verreist war, hat er gesagt, er bringt sich jetzt um, wenn ich nicht sofort nach Hause komme. Ich habe die Polizei gerufen – wofür er mich später noch oft fertig gemacht hat – und dann war Ruhe. Er hat nie wieder mit Selbstmord gedroht, nachdem er es davor zwei Jahre ständig gemacht hat.
    Inzwischen bin ich ein Jahr Single. Und unendlich froh darüber.

    Der Artikel hier hat mir grad echt im Nachhinein noch die Augen geöffnet. Ich wusste nicht, dass es davon so viele Leute gibt! Und es tut gut, keine Ausnahme zu sein.

    Ich habe eine Weile gebraucht, aber inzwischen kann ich wieder mehr oder weniger normal mit Menschen umgehen. Entschuldige mich nicht mehr ständig wegen jeder Kleinigkeit und kriege keine Panik mehr, wenn meinem Gegenüber mal etwas nicht passt (zum Beispiel das Essen in einem Restaurant nicht schmeckt, in dem wir zusammen speisen).

  5. Valeska

    26.09.2017 auf 10:02

    Ich möchte gerne auch was zu meinen Erfahrungen sagen:
    Tatsächlich hatte ich nie solche Erfahrungen mit meinen Partnern machen müssen, sondern mit meiner eigenen Mutter. Nahezu alle Punkte stimmen überein. In meiner Kindheit, ja noch bis einschließlich meines Erwachsenenalters musste ich ihr Spiel mitspielen. Warum? Weil ich es nicht besser wusste! Ehe ich mich emotional und gleichzeitig auch schmerzhaft von ihr trennen musste, weil ich dahinter gekommen bin, war ich 24. Genau in dieser Opferrolle sich zu befinden ist furchtbar. Allein als Tochter immer diese Gefühle zu haben „du bist an allem schuld“, „du bist nicht gut genug“ oder „so eine Tochter habe ich nicht erzogen“ ist mindestens genauso schlimm, wie als würde es der eigene Partner sagen. Was meine Lösung war? Erstmal überhaupt klar darüber werden, was hier eigentlich passiert. Genaues beobachten und reflektieren. Auch meine Freunde haben mir da sehr geholfen.
    Dann natürlich die Absicht aus der Opferrolle raus zu kommen. Was mir geholfen hat:
    1. Achtsamkeitstraining, autogenes Training, Selbstwertgefühl steigern
    2. Nichts mehr persönlich nehmen und kein Öl ins Feuer gießen; den Raum verlassen, wenn es zu viel wird
    3. Klarheit und Aussprache- unbedingt für sich aussprechen, dass es nicht an einem liegt, man gut genug ist, und dieses Problem des anderen(worum es auch immer geht)nicht zu seinem werden lassen.
    4. Emotionale Trennung (beim Partner anschließend die körperliche), da es meine Mutter ist, habe ich nur bewusst Abstand gehalten.

    Dieser Prozess war für mich schwierig und langwierig, aber es hat sich gelohnt! Mut, Geduld und Ausdauer und man schafft es garantiert raus! Ich fühle mich viel besser und habe gelernt, gar keine Opferrolle mehr zuzulassen. Wenn ich mich dabei erwischen sollte, reflektiere ich und versuche ganz bei mir zu bleiben. Passiert aber eher selten.
    Seitdem habe ich auch eine viel bessere Beziehung zu ihr, weil ich beschlossen habe, nicht mehr den Spiegel für sie zu sein. Auch bei ihr hat sich da einiges geändert.

    Ich hoffe auch für viele Leser hier: wenn ihr euch in so einer Situation befindet- bleibt Stark und vor allem: Bleibt ganz bei euch und verbiegt euch nicht für den anderen. Wenn der Partner einem das Gefühl gibt, nicht geliebt zu sein, hat er/ sie euch einfach nicht verdient. Liebe hat keine Fesseln, denn Liebe lässt frei.

  6. Susanne Kuzmanic

    8.10.2017 auf 20:43

    16 Jahre haben in mir einen seelischen Schrotthaufen hinterlassen, mit dem ich immer noch nicht klar komme. Dabei hat sich die Liebe (Verliebtheit) relativ schnell verflogen… trotzdem habe ich nicht die Kraft gehabt, mich von ihm zu trennen. Als endlich er mich verlassen hat, hat es mir den Boden unter den Füssen weggezogen.
    Ich trauere ihm nicht eine Minute nach, Frage mich nur, warum ich es zugelassen habe, dass ein Mensch mich so kaputt macht?
    Und ob ich jemals wieder diese Frau werde, die ich einmal war.

  7. Bea

    12.11.2017 auf 18:21

    Sehr guter Beitrag! War selbst einmal Opfer einer Person mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung. Nach dem zweiten Suizidversuch blieb mir nach der Reha nichts anderes übrig, als mich aufzurappeln und den Kontakt abzubrechen. Ich habe mich beruflich anderen Opfern gewidmet und würde noch gerne hinzufügen, dass tatsächlich mehr Frauen als Männer davon betroffen sind. 50-50? Nicht in unserer Realität. Hat zum Teil noch viel mit den traditionelen Geschlechterrollen zu tun. Aber spielt es so eine grosse Rolle ob mehr Frauen als Männer betroffen sind? Mensch ist Mensch, helft wenn euch solch eine Beziehung auffällt oder sucht Hilfe wenn ihr selbst davon betroffen seit!

  8. Ralf

    26.02.2018 auf 15:07

    Und wenn nur 20 bis 30 Männer gegenüber 70 bis 80 Frauen zum Opfer werden, so sind die Leiden und psychologischen Hintergründe doch sicher die gleichen.
    Den Begriff des Komplementärnarzissten finde ich übrigens sehr unglücklich und irreführend. Als wenn die Opfer, meinetwegen drei Viertel Frauen, selbstsüchtig wären. Diese Herabwürdigung meines eigenen Wunsches nach Harmonie war der nächste Nackenschlag. Aha, ich bin also der Psycho, der nur an sich selbst denkt. Hmmm okay, nach längerer Zeit und Lesens von Fachliteratur bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass ich kein Narzissten bin, nur weil ich Opfer wurde. Sicher, etwas stimmte mit mir nicht, ich musste lange an mir arbeiten, bzw noch immer, aber selbstsüchtig ist sicher nicht mein Wesen. Ich kümmere mich aus Selbstsucht? Nein! Ich würde mir einen anderen Namen für die Fehler der Opfer wünschen. Wenn mich jemand niedersachsen hält, bin ich auch kein CO-schläger… Höchstens wehrlos, weil zu schwach

  9. Anonymous

    27.02.2018 auf 02:28

    Ich habe das ganze auch schon zwei mal erlebt und bin am ende meiner kraft. Meine Kindheit war auch sehr schwierig aber ich habe nie aufgehört an die Liebe zu glauben und habe sie immer großzüzgig gegeben ohne Hintergedanken, bis ich gemerkt habe das mir meine ganze Energie entzogen würde. Ich war Magersuchtig und Depressiv, nur noch negative Gedanken gehabt und mich jedes mal gefragt womit ich das alles verdient habe. Im Endeffekt hat er mich weggeschmissen als wäre ich ein benutztes Taschentuch obwohl ich alles für ihn getan habe. Mein Herz ist einfach zu gut aber ich falle jedes mal darauf rein, weil ich mich nach der Liebe sehne. Ich fühle mich einsam. Ich möchte doch nur geliebt werden, aber diese Menschen sind es nicht wert meine Energie und Lebenskraft zu verschwenden das ist mir jetzt klar! Diesen Menschen kann man nicht helfen, die trennung ist der einzige weg, egal wie schmerzhaft er ist danach bist Du FREII!!! Dieser Beitrag hat mich sehr getroffen und im gleichen Moment die Augen geöffnet ich sehe mein Ziel ganz klar. Danke

  10. Ringelblume

    18.07.2018 auf 02:11

    Ja, alle aufgeführten Eigenschaften, in den vorherigen Kommentaren,gehören nicht nur zu der Persönlichkeitsstruur eines Narzisten. Bin da etwas vorsichtig, denn so etwas ist von einem Psychologen zu diagnostizieren. Egal, aber auch, in sofern denke ich, was bei Allen Gleich ist, ist doch, dass man sich durch das Verhalten anderer Personen, selber zum
    Opfer machen kann und es vielleicht mal mit Liebe verwechselt hat.
    Glaube es geht da generell auch um die Vorstellung von Liebe und Partnerschaft von beiden Seiten, denn wenn ich nur so anschauen, in wieweit auch Kinder schon in ihrer Rolle rein wachsen, na dann??
    Frage mal nach Bedürfnisbefriedigung und Frustationstolleranz? Der kleinen Prinzen
    Oder Prinzessinen
    Ebenso nach denen die zuwenig Selbstwert haben und es allen Recht machen wollen.
    Was mich aber wirklich erschreckt ist, dass wir alle doch so aufgeklärt sind und dennoch soviele weiter in Ihrem Muster leben. Muss man da durch, ? Mir hats geholfen. Ja da gibt es viele Schicksale

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