Lungenkraut

Man sagt, wenn du ein Kraut brauchst, dann erscheint es in deiner Nähe oder kreuzt einfach deinen Weg. Oder aber wenn du dir besonders stark wünscht ein Kraut zu finden. Ich habe diese wunderschöne Pflanze immer schon bewundert wegen ihrer Schönheit aber auch wegen ihren heilenden Kräften. Die zarten rosa und blau gefärbten Blüten, die gleichzeitig auf einem Stiel nebeneinander blühen, haben mich immer an ein liebendes Paar erinnert, obwohl die Pflanze wirklich damit nichts zu tun hat. In freier Natur habe ich sie noch nie wachsen sehen bis in diesem Frühling. Und in der Natur ist sie noch schöner als auf Fotos.

Diese Pflanze, mit hübschen zweifarbigen Blüten, hat noch andere Namen wie z.B. Lungenwurz, blaue Schlüsselblume, Hirschmanngold, Fleckenkraut usw. und findet in der Volksmedizin ihre Verwendung. Und für was? Was meint ihr? Klar, ihr Name sagt schon alles: sie soll heilend auf die Lungen- und Atemwegserkrankungen wirken. In der Schulmedizin ist die Meinung bezüglich der Anwendung und Wirkung dieser Pflanze umstritten.

Pulmonaria officinalis gehört zu der Familie der Raublattgewächse und ist somit mit dem Borretsch, Natternkopf oder dem Beinwell verwandt. Neben den zarten Blüten fallen besonders die Blätter dieser Pflanze auf. Sie sind leicht behaart und tragen weiße Punkte und Flecken, die manchmal an einen Lungenflügel erinnern.

Wie viele andere Kräuter, so kann man auch das Lungenkraut in der Küche benutzen. Die jungen Blätter kann man gut in Wildkräutersuppen oder Salaten verwenden, und die ältere kann man zusammen mit Giersch zu Spint kochen. Es hat einen leicht bitteren, kohlartigen und milden Geschmack.

Heilende Wirkung der Pflanze

Es wird als getrocknetes Kraut für Tees benutzt. Die Inhaltstoffe, die sich im Kraut befinden, (Saponine, Gerbstoffe und Kieselsäure) wirken Schleimlösend, reizlindernd und zusammenziehend (adstringierend). Meistens wird es als Lungenkrauttee angesetzt bei Atemwegerkrankungen, Heiserkeit, Erkältungskrankheiten mit Husten usw. Den Tee kann man nur von diesem Kraut zubereiten oder mit anderen Kräutern ähnlicher Wirkung zu einem Hustentee mischen. In der Homöopathie wird das Kraut potenziert als Tinktur bei Bronchitis und Asthma bronchiale eingesetzt.

 

Tee-Zubereitung

2 gehäufte Teelöffel Kraut mit 250ml kochendem Wasser übergießen und für 8-10 Minuten ziehen lassen. Am Tag werden drei Tassen, möglich ungesüßt, getrunken. Es ist aber möglich, wenn der Tee abgekühlt ist, einen Teelöffel Honig einzurühren.

 

 

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