Karma, ja oder nein?

Das Thema „Karma“ ist heute mehr als je zuvor interessant geworden. Besonders deshalb, weil diese Zeit eine Zeit des Umbruchs, der Unruhen und Kriege ist, die Zeit großer Völkermigration, die auch unser aller Leben aus der Bahn der Gewohnheit wirft und nach einer Neuorientierung verlangt.
Ist das ganze Geschehen die Wirkung unserer Taten oder unseres Nichttuns? Oder schaffen wir vielleicht neue Ursachen, die uns eines Tages mit voller Wucht nach Ausgleich schreiend treffen? Ich denke: beides. Das Karma- Gesetz ist ewig und unveränderlich, ganz gleichgültig ob wir daran glauben oder nicht. Ein persönliches Karma muss irgendwann ausgeglichen werden, genauso wie ein gemeinsames Karma nach Ausgleich trachtet. Das ist ein universelles Gesetz, das Gesetz von Ursache und Wirkung, und universelle Gesetze kann der Mensch keinesfalls ändern oder außer Kraft setzen, egal wie stark sein Wille das zu tun auch wäre. Jede von unseren Taten hinterlässt ihre Spuren, im Sinne der gesetzten Ursachen in unserer Realität. Das sind die Samen, dessen Ernte wir eines Tages vorgesetzt bekommen.

Diese Ursachen, die Samen die wir heute sähen, sind nicht nur unsere Taten. Vielmehr sind das unsere Gedanken, unsere Gefühle und psychischen Bilder, die wir bewusst aber auch unbewusst (besser zu sagen unkontrolliert) produzieren. Jeder Mensch hat alles in sich, alle Eigenschaften und alle Schwächen, positiv wie auch negativ, und es liegt nur an uns selbst, welche davon wir kontrolliert in unsere Umgebung aussenden werden. Heute ist aber so eine Zeit gekommen, in der wir massenhaft Negatives freigeben. Wir kritisieren dies und jenes (am meisten unsere Politiker, aber nicht nur). Wir versuchen die Verantwortung für die entstandene Situation abzugeben, indem wir sie den Politikern in die Schuhe schieben und damit weit weg von uns selber fernhalten. Und doch sollten wir die Verantwortung doch annehmen. Wir sind für alles was geschieht auch selbst verantwortlich. Fragen wir uns, was erschaffen wir mit unseren Gedanken, mit unserem Groll und entflammten Hass? Eine schöne Zukunft für uns und unsere Kinder? Keinesfalls. Und niemand kann uns von diesem Karma befreien, außer wir selbst und zwar, indem wir unsere Haltung und unsere Gedanken und Gefühle ändern.

 

 

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