Wenn man überschlau („genial“) ist!

Manchmal, wenn ich sehe, was alles und mit welchem Tempo in der spirituellen Szene angeboten wird, muss ich mich fragen, ob mit mir noch alles stimmt… Worum geht es genau? Es geht um Seminarangebote mit psychologischem Charakter, um „Ausbildungsangebote“ und Ähnliches.

Um ein vernünftiges Seminar aus dem Bereich der Psychologie oder Pädagogik anbieten zu können, brauche ich mindestens 1 Monat tiefgründiger Vorbereitung!

Ich brauche Zeit

  1. erstmal zum Recherchieren, um die Literatur mit der passenden Qualität zu dem Thema überhaupt zu finden.
  2. Dann lese ich alle diese Bücher, rufe mein eigenes Wissen wach zu dem Thema, vertiefe es und ergänze es. Nur nach einem Buch zu arbeiten, ist nicht angebracht. Die richtig geschulten Lehrer und Seminar-Dozenten beziehen immer auch die Meinungen der anderen Autoritäten auf dem Gebiet in das eigene Konzept mit ein (sie werden selbstverständlich klar und deutlich benannt, wie es in den akademischen Kreisen üblich bzw. ein Muss ist).
  3. Dann filtriere ich die Kernaussagen und fasse die wichtigsten Botschaften zusammen. Sie kommen in das begleitendes Seminarskript.
  4. Danach überprüfe ich die Sprache, die ich bei dem Schreiben benutzt habe und versuche alle Fachbegriffe mit einer einfachen, jedem verständlichen Sprache zu „übersetzen“.
  5. Wenn das Skript fertig ist, mache ich das genaue Konzept vom Ablauf des Seminars.
  6. Ich lerne selbst alles komplett noch einmal, um absolute Sicherheit in meinem Wissen zu bekommen. Das geht natürlich über den Seminarinhalt hinaus, denn ich muss auch auf nicht vorhersehbare Fragen der Teilnehmer gut vorbereitet sein. Mit anderen Worten, ich persönlich muss noch mindestens 10 Mal mehr über das Thema wissen, als ich den Seminarteilnehmern zu übermitteln beabsichtige!
  7. Dann messe ich die Zeit, wie lange ich für das Vortragen der einzelnen Abschnitte brauche, um die ganz genaue Zeitplanung des Seminars erstellen zu können.
  8. Und dann übe ich das Ganze noch ein paar Male…

So konzipiere und bereite ich meine Seminare vor. Bei einigen aber beobachte ich verwunderlich Folgendes:

Der Mann bietet Schulungen (Seminare und Workshops) darüber an wie man professionell Seminare hält, mit integrierten Marketing-Tipps, um diese Seminare auf andere auch attraktiv wirken zu lassen. Der Man ist weder ein Pädagoge noch hat er jemals etwas über Wirtschaft und Marketing gelernt. Aber, er bezeichnet sich selbst als ein „Experte“ auf diesem Gebiet.

Der Mann bietet auch Beratungen für Unternehmen an, wie man ein Unternehmen erfolgreich führt, wobei er selbst noch nie in einem Unternehmen gearbeitet hat, geschweige dass er aus einer Manager-Position jemals agiert hatte! Das Maximale was er vorzuweisen hat ist das Führen eines eigenes (verschuldeten) Kleinunternehmens. Nun, das hindert ihn nicht im Geringsten sich als allwissender, erfolgreicher „Geschäftsmann“ in der Öffentlichkeit darzustellen!

Damit aber nicht genug! Der gleiche Mann (Achtung! Es handelt sich um ein und dieselbe Person!) ist auch ein „Experte“ auf dem Gebiet der Psychologie! Bei ihm purzelt es nur so von Seminar-Angeboten und zwar in so einem Tempo, dass kein richtiger Experte es nachvollziehen kann: Ein Seminar jagt das andere, alle mit hoch wissenschaftlich klingenden Themen und Titeln versehen!

Man könnte auf dem ersten Blick denken: „Wow, ist dieser Mann eine Kapazität! Woher weiß der Mann nur so viel? Er ist wie ein richtiger Psychologe (Pädagoge, wie schon gesagt, auch) vielleicht sogar noch besser!“

Nein, ist er nicht. Das ist alles nur der Anschein, den er bei anderen erwecken möchte. Dieser Mann ist in Wahrheit auch kein Psychologe (nennen wir ihn Mustermann, weil er nicht ein Einzelfall ist, sondern er kann ruhig als ein Vertreter aller anderen gelten, die auf die gleiche Art auftreten).

Unser Mustermann, ist nur eine sehr eloquente Person (jemand der gut reden und die heiße Luft anpreisen kann), wobei im Hintergrund kein fundiertes Wissen vorzufinden ist. Er ist auch nicht belesen, er hat alles nur angelesen. Er kratzt jedes Thema nur an der Oberfläche an… und das ist alles, was er anzubieten hat.

Viele solcher „Experten“ berufen sich aber auf ihre Lebenserfahrung. Wenn wir das so stehen lassen (das eine richtige Bildung nicht nötig ist, was eigentlich totaler Blödsinn ist), frage ich mich, wie lange müsste jemand leben, um alle relevanten „Erfahrungen“ selbst zu machen bzw. das gesammeltes Wissen der Wissenschaftler dank der Ereignisse aus dem eigenen Leben zu erfassen? Ohne Übertreibung, nicht Mal 100 Jahre würden dafür ausreichen!

 

Fazit: Überprüfen Sie gründlich und kritisch bei wem Sie sich weiterbilden lassen, besonders wenn es sich um wissenschaftliche Themen handelt (ich denke hierbei besonders an die Themen aus dem Bereich der Psychologie und Pädagogik). Höchste Vorsicht ist geboten, die Fake-Experten sind unterwegs!

 

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