Tiefsitzende Überzeugungen aus der Kindheit

Wir alle bemühen uns ständig ein Leben nach unseren Wünschen zu gestalten, aber auch uns selbst zu einem „besseren“ Menschen zu entwickeln, in dem wir unsere Schwächen in Tugenden transformieren. Manchmal gelingt uns einiges, manchmal oder sogar öfters gelingt es nicht. Unsere tief sitzenden Überzeugungen und Verhaltensmuster, welche wir schon in unserer Kindheit gemacht oder übernommen haben, hindern uns daran. Manche von diesen Glaubensmustern sind tief in unserem Unbewussten verwurzelt. Wir haben sie von unseren Eltern, Lehrern oder anderen Bezugspersonen, wie auch von unseren Freunden und Bekannten einfach übernommen, weil wir an ihre Richtigkeit glaubten. Heute sind diese Überzeugungen Hindernisse geworden, um ein erfolgreiches und glückliches Leben führen zu können. Hier sind einige der häufigsten Überzeugungen aufgezählt, geformt in unserer frühen Kindheit.

  1. Deine Emotionen (Gefühle) behalte für dich

Oder mit anderen Worten ausgedrückt: zeige nie deine Gefühle oder weine nie vor anderen, oder freue dich nicht zu sehr. Das bezieht sich auf beide Geschlechter, denn wie die Jungs so wurden auch Mädchen belehrt, dass nur schwache Personen ihre Gefühle zeigen. Und wenn eine so gebildete Überzeugung auch nicht direkt gesagt wurde, konnten die Kinder sie selbst bilden, aufgrund der eigenen Erfahrungen: vielleicht wurden sie ausgelacht als sie weinten, oder sie haben von den Eltern diese Verhaltensmuster abgeguckt.

Lernen Sie auf Ihre Emotionen zu achten und sie nicht zu unterdrücken. Wenn nicht anders, so leben Sie diese aus, indem Sie ein Tagebuch führen, in dem Sie diesen nicht ausgelebten Emotionen Ausdruck verleihen und sie aufschreiben. Das kann Sie leichter und befreiter machen.

BEM86X Child feeling left out. Image shot 2009. Exact date unknown.

  1. Es ist nicht richtig Fehler zu machen

Diese Aussage hinterlässt ein Schuldgefühl und Scham, wenn man doch etwas falsch gemacht hat, vermindert das Selbstwertgefühl, wenn man nicht in allem das Beste erreicht hat. Denken Sie daran, dass die gemachten Fehler eine gute Möglichkeit zum Lernen und zur Verbesserung seiner selbst sind.

Jedes Mal wenn Sie einen Fehler machen, schreiben Sie in Ihr Tagebuch den Fehler auf und daneben drei positive Sachen oder Eigenschaften, die daraus resultieren könnten. Z.B was haben Sie dadurch gelernt, und welche anderen Möglichkeiten haben sich Ihnen durch die gemachten Fehler offenbart.

  1. Es ist falsch sich aus der Gruppe hervorzuheben

Wenn wir belehrt wurden, dass das Kind zu schweigen hat und nur wenn es gefragt ist antworten soll, ist es gut möglich, dass wir als Erwachsene Schwierigkeit haben unsere Meinung laut zu sagen, besonders wenn sich diese von der Meinung der führenden Personen unterscheidet. Das könnte so weit gehen, dass man alles schweigend hinnimmt, sogar dann wenn jemand versucht uns zu diskreditieren und schlecht zu machen. Wir leiden, aber etwas bremst uns sich laut zu wehren.

Man soll nicht aggressiv darauf reagieren, aber man soll auf dem eigenen Standpunkt beharren und diesen ruhig vertreten. Zählen Sie ruhig Ihre Vorteile und Fähigkeiten auf und sagen Sie offen, wenn Sie mit etwas nicht einverstanden sind.

  1. Man soll sich in die Gesellschaft (die Gruppe) einfügen

Diese Verhaltensmuster leitet der Mensch aus dem Punkt 3 heraus ab. Es ist möglich, dass es von den Eltern übertragen wurde, weil sie damit bezwecken wollten das Kind vor dem Spot der Gruppe zu bewahren oder sie selbst haben sich unangenehm gefühlt bei dem Verhalten des Kindes, das seine Identität suchte und alles Mögliche dabei ausprobierte. Sie kann aber in dem Kind das Gefühl hinterlassen, dass man nicht gut genug ist so wie man ist, was im Leben sehr hinderlich ist.

Man kann sich eventuell mit aufgesetzter Fassade die Freunde anziehen oder eine andere Art von Anerkennung bekommen, aber Sie selbst werden sich in Ihrem wahren Wert nicht anerkannt fühlen. Auch hier schreiben Sie bitte auf, wenn Sie Anerkennung für etwas was Ihr inneres Wesen und Wert betrifft bekommen haben. So werden Sie ihren Mut stärken sich zuerst öfters und danach immer so zu zeigen wie Sie wirklich sind. Anerkennen Sie selbst die eigenen Werte und die Bestätigung dessen werden Sie auch aus Ihrer Umgebung bekommen.

Das sind nur einige von Überzeugungen, die unser Leben ziemlich stark erschweren können. Es gibt sie aber viele und sie sind sehr individuell. Suchen Sie in sich nach diesen tief verwurzelten Verhaltensmustern und Überzeugungen, werden Sie sich diesen bewusst und lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf gegensätzliche Muster, die Ihnen das Leben erleichtern können. Sie wissen: das worauf unsere Aufmerksamkeit gerichtet ist, ziehen wir in unsere Realität an.

   

 

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